Wappen der Gemeinde Altenstadt a.d. Waldnaab

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Gemeinde Altenstadt a.d. Waldnaab

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Geschichte

Geschichtliche Entwicklung:
900 n. Chr. wurde unser heutiges Gemeindegebiet aus dem fränkisch-karolingischen Herrschaftsbereich "wiederbesiedelt".
 
Die Gründung Altenstadts ist urkundlich nicht nachzuweisen. Dass Altenstadt a.d.Waldnaab aber ein sehr alter Ort ist, unterliegt keinem Zweifel, da der Schnittpunkt bedeutender Altstraßen landsuchende Siedler zum Bleiben und Seßhaftmachen einlud.
 
Um 1000 stand bereits eine Kirche in Altenstadt. Fundamente, die bei Friedhofsarbeiten beim ehemaligen "Beinhaus" gefunden wurden, beweisen diese Theorie. Um 1150 wurde eine Wehrkirche errichtet. Diese diente bereits als Vorläufer der jetzigen alten Pfarrkirche. Sie wurde im Laufe der Zeit immer wieder erweitert.
 
In der Gründerzeit hieß das heutige Altenstadt a.d.Waldnaab "Traindorf". Das Wort "Train" ist wahrscheinlich von Fahren oder Treiben abzuleiten. Da der Ort an zwei alten Straßenzügen errichtet wurde, bedeutete die Bezeichnung also Dorf am Fahr- oder Triebweg.
 
Später im Mittelalter lag Altenstadt an drei Handelswegen. Der "Goldenen Straße" von Nürnberg nach Prag, der "Magdeburger Straße" von Regensburg nach Magdeburg und der "Eisenstraße" von Auerbach bis Altenstadt, wo sie in die Goldene Straße einmündete.
 
Altenstadt-Traindorf war Besitz der Grafen von Altendorf und ging erst 1232 an die Grafen von ortenburg über. Da eine Burg in Altenstadt nicht nachweisbar ist, dürften die Altendorfer auf der Landzunge zwischen Waldnaab und Floß eine Burg oder zumindest ein "Vestes Haus" erbaut haben. Ihr Bestreben war sicher, eine Siedlung in dieser Gegend entstehen zu lassen. Traindorf selbst wurde dann wahrscheinlich vernachlässigt und als alte Stätte bezeichnet, da die neue Stätte zur Kontrolle der Handelsstraßen günstiger gelegen war. In dieser Zeit entstand für Traindof der Name "Alte Stätte".
 
1261 erwarb Herzog Ludwig der Strenge von Bayern Neustadt. In dessen Salbuch sind die Gefälle von Alt- und Neustadt aufgeführt, woraus hervorgeht, daß Altenstadt a.d.Waldnaab die ältere, früher gegründete Gemeinde ist.
 
Der Sohn Ludwig des Strengen, der spätere deutsche Kaiser Ludwig der Bayer, verpfändete die Herrschaft an den Landgrafen Ulrich I. von Leuchtenberg für geleistete Dienste. Nach dessen Tod trafen 1334 seine beiden Söhne Ulrich II. und Johann I. an seine Stelle. Durch den Hausvertrag von Pavia, den Kaiser Ludwig 1329 mit den Söhnen seines verstorbenen Bruders Rudolf, Rupert und Ruprecht, schloß, in dem sie ihre Lande teilten, kam das Gebiet um Altenstadt in die Hände der Pfalzgrafen. Später hat Pfalzgraf Rupert die Herrschaft an den Böhmen-König Kaiser Karl IV verpfändet. Die böhmischen Könige setzten Vasallen über die Herrschaft ein. Als solche erschienen die Pflug nach diesen die Guttensteiner und danach die Ritter von Heideck. Den Heideckern folgten die böhmischen Herren von Lobkowitz, in deren Besitz die Herrschaft, die 1641 durch den Kaiser als reichsunmittelbar erklärt wurde und der die Lobkowitz in den Reichs-Fürstenstand erhob, bis zur Übergabe 1807 an Bayern, blieb.
 
Aus dem Freiheitsbrief König Wenzels von Böhmen vom Jahre 1387 geht hervor, daß Altenstadt um diese Zeit bereits zum Markt erhoben wurde. 1652 gab es bereits eine Schule am heutigen Pfarrplatz mit dem Schulmeister Michael Gleißner.
 
Die Eingliederung Altenstadts in das Stammland Bayern führte zunächst nicht zum Wachsen und Aufblühen der Gemeinde. Einen ersten Aufschwung brachten der Bau der Eisenbahnlinie von Weiden nach Eger und die Errichtung des Bahnhofs. In der Umgebung entstanden zahlreiche Glashütten. Die Bleikristallherstellung wurde in den Jahren 1925/30 durch die Firmen Hofbauer und Beyer & Co nach Altenstadt gebracht. Bis zur endgültigen Produktionseinstellung 1995 war die Glasindustrie fast 70 Jahre lang in Altenstadt ein wesentlicher Faktor für das schnelle Wachsen der Gemeinde.
 
In der "Alten Siedlung" wurden zwischen 1938 und 1950 35 neue Häuser gebaut. Der Ort hatte nun 85 Häuser. Die Gemeinde feierte vom 30.06. bis 02.07.1956 ihr tausendjähriges Bestehen. Die Häuserzahl überschritt die 200er-Grenze, die Einwohnerzahl wuchs auf 2.300 an.
 
Im Rahmen der Gebietsreform wurde die ehemalige Gemeinde Meerbodenreuth mit ihren Ortsteilen Buch, Kotzau und Süßenlohe 1975 nach Altenstadt eingegliedert.
 
 
Wichtige Jahreszahlen:
1000 n. Chr. Kirche in Altenstadt
1609 Schule
1864 Eisenbahnanschluß
ab 1925 Bleikristallglasherstellung
1956 Tausendjahrfeier
1975 Eingemeindung von Meerbodenreuth mit Ortsteilen
1998 1.236 Gebäude
2003 5.156 Einwohner (Stand 01/2003)
 
Weitere Informationen zur Geschichte der Gemeinde Altenstadt a.d.Waldnaab finden Sie beim Heimatverein Altenstadt e.V.